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Reis
Geschichte
Ursprünglich kommt der Reis aus China, hier aus dem Mündungsdelta
des Jangtsekiang Flusses. Die Kultivierung der Reispflanze begann
dort vor 7000 Jahren, heute wird Reis beinahe weltweit angebaut.
Wichtigste Anbaugebiete liegen heute in China, Indien, Indonesien,
Bangladesch, Vietnam, Thailand, Philippinen, Japan. 90% der gesamten
Weltproduktion liegen dabei in Asien, allein China produziert jährlich
ca. 145 Millionen Tonnen Reis.
Reis ist das
Grundnahrungsmittel für die Hälfte der Menschheit. In
Asien ist der Reis genau wie das Brot in Europa aus der täglichen
Ernährung nicht wegzudenken.
Die Kunst des
Reisbaus verweilte lange Zeit in China, bis das Wissen in das heutige
Thailand, Birma, Kambodscha, Vietnam und Malaysia gelangte. Über
Persien, den heutigen Iran und Irak gelangte der Reis bis nach Ägypten.
Als Import aus Ägypten kam das wertvolle Nahrungsmittel schließlich
nach Europa, jedoch erst zu Zeiten von Alexander dem Großen.
Columbus ebnete dem Reiskorn schließlich den Weg nach Amerika.
Anbau
Der Anbau von Reis wird heute zum großen Teil in Asien und
Amerika sichergestellt. Thailand, Süd- und Mittelamerika sind
die weltgrößten Reisexporteure. Der Anbau von Reis ist
nicht an jedem Ort möglich. Eine gleichbleibende Wärme
ist ein unabdingbarer Erfolgsfaktor für eine gute Ernte, daher
werden während der Blütezeit mindestens 30 bis 35°
Celsius benötigt. Dazu wächst Reis direkt aus dem Wasser,
aus dem er die Wachstumsnahrung zieht. Wasser ist darüber hinaus
Garant für eine gleichmäßige Temperatur und verhindert
den Bewuchs mit Unkraut. Die Reispflanze erreicht ca. 80 bis 120
cm Höhe.
Ernte
Nach etwa 100 bis 250 Tagen Wachstum im Wasser ist Erntezeit. Die
Felder werden danach trockengelegt und nach einigen Tagen mit Mähdreschern
bearbeitet. In Asien wird der Großteil der Ernte auch heute
noch händisch, ohne technische Hilfsmittel eingebracht. Nun
muß das Reiskorn getrocknet werden. Dies geschieht entweder
dadurch, daß die Reispflanze in der Sonne zum Trocknen ausgebreitet
wird oder im modernen Verfahren wird das nicht enthülste Reiskorn
in sich drehende, mit Heißluft beheizte Drahtgeflechttrommeln
zum Trocknen gefüllt.
Ist er trocken genug, muss er gedroschen werden, um die Körner
aus den Ähren zu lösen. Schließlich wird das Korn
mit Bändern geschliffen, gesiebt, gesäubert, poliert und
schließlich noch einmal sortiert. Bei Markenqualität
bedient man sich eines Sortierverfahrens, bei dem jedes einzelne
Korn an einer Lichtschranke vorbeigeführt wird und unsaubere
Körner mit Hilfe eines Lichtstrahls entfernt werden.
Lagerung
und Aufbewahrung
Reis sollte kühl und trocken in einer möglichst luftdurchlässigen
Packung gelagert werden. In der Nähe von geruchsintensiven
Produkten, z.B. Seife, sollte man Reis auf keinen Fall aufbewahren,
da er diese Gerüche leicht annimmt. Dabei ist es nicht erforderlich
einen dunklen Lagerort zu wählen, da Reis nicht lichtempfindlich
ist. Bei ordnungsgemäßer Lagerung ist Reis bis zu 18
Monate haltbar.
Reissorten
Auf der ganzen Welt gibt es ca. 8.000 Sorten Reis. Grundlegend lassen
sich zwei Sorten unterscheiden: Oryza sativa und Oryza glaberima.
Die weltweit wichtigere Sorte, weil ertragsreicher, ist die Oryza
sativa. Diese teilt sich wiederum in zwei Gruppen auf, zum einen
in die Indica-Gruppe, die nur Langkornreis beinhaltet und zum anderen
in die Japonica-Gruppe, die den Mittel- und Rundkornreis umfaßt.
Nährwerte
Reis liefert vor allem Kohlehydrate in Form von Stärke, darüber
hinaus beinhaltet er wertvolles Eiweiß. Unbehandelter Reis
bietet zusätzlich lebenswichtige Vitamine und zahlreiche Mineralstoffe
und Ballaststoffe.
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